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Veranstaltung 

die ewigkeit und ein tag     regie: theo angelopoulos
Titel:
die ewigkeit und ein tag regie: theo angelopoulos
Wann:
07.03.2009 20.00 h
Kategorie:
cinema by step

Detail-Info

Die Ewigkeit und ein Tag (Mia eoniotita ke mia mera)

Regie: Theo Angelopoulos
1998, GR/F/I,  128 Min.
Darsteller: Bruno Ganz, Isabelle Renauld,
Fabrizio Bentivoglio und Achileas Skevis
Komponist:
Eleni Karaindrou
Freigegeben ab 12 Jahren

Morgen wird Alexander ins Spital gehen. "Bevor die Schmerzen unerträglich werden...", hat ihm der Arzt eingeschärft. Doch Alexander will noch sein Haus in Ordnung bringen. Sein Haus am Meer, in dem er einen Großteil seines Lebens verbracht hat. Er sortiert die Briefe seiner vor langer Zeit verstorbenen Frau und besucht seine Tochter. Doch mehr als Höflichkeiten hat er mit ihr und mit seinem Schwiegersohn nicht auszutauschen. Ziellos fährt er durch das regnerische Saloniki. Der Zufall führt ihn mit einem Kind, einem albanischen Flüchtling, zusammen ...

 

Theodoros Angelopoulos
* 17. April 1935 in Athen, gr. Filmregisseur.

Angelopoulos besuchte von 1953 bis 1957 die Nationale und Kapodistrias-Universität Athen und studierte Jura, beendete das Studium allerdings ohne Examen. Nach dem Militärdienst (1959/60) ging er nach Paris, um sich an der Sorbonne einzuschreiben, wo er unter anderem Philosophie bei Claude Lévi-Strauss hörte. Fasziniert vom französischen Kino, z. B. den Filmen von Jean-Luc Godard, begann er, an der IDHEC Film zu studieren, die er jedoch wegen seiner eigenständigen Filmästhetik bereits nach einem Jahr verlassen musste. Als Angelopoulos 1964 nach Griechenland zurückkehrte, arbeitete er als Journalist, Filmkritiker und Dozent.

Sein erster Kurzfilm entstand im Jahre 1968 an der Zensur der griechischen Militärdiktatur vorbei. In den 1970er Jahren drehte er seine ersten Spielfilme Meres Tou 36, Die Wanderschauspieler und Die Jäger, in denen er sich mit der modernen griechischen Gesellschaft auseinandersetzt. Dabei entwickelte Angelopoulos, ein "filmischer Landvermesser" (Wolfram Schütte), einen unverwechselbaren Stil: episodische und mehrdeutige Strukturen setzt er in langsamen Sequenzen um.
Nach dem Ende der Diktatur in Griechenland (1974) wandte sich Angelopoulos weiterhin, wenngleich nicht nur, politischen Themen zu. Insbesondere der Verfall der sozialistischen Ideologie (Der große Alexander, Der Bienenzüchter, Der Blick des Odysseus), Migrationsbewegungen (Der schwebende Schritt des Storches), Exilerfahrungen (Reise nach Kythera), der Zerfall des Balkans in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts (Der Blick des Odysseus), die Bedrohung der Natur durch die Technik (Landschaft im Nebel, Die Erde weint), das Zerbrechen familiärer Strukturen (Der Bienenzüchter) sowie der kranke, einsame Mensch (Ewigkeit und ein Tag) werden zum Mittelpunkt des Angelopoulos'schen Werks.

Zur künstlerischen Wirkung der Filme tragen in hohem Maße auch der Kameramann Giorgos Arvanitis sowie die Filmmusik der griechischen Komponistin Eleni Karaindrou bei. Aufgrund der Koproduktion seiner filmischen Trilogie des Schweigens mit dem ZDF (bestehend aus Reise nach Kythera, Der Bienenzüchter und Landschaft im Nebel) wurde in den 1980er Jahren ein Teil seines filmischen Schaffens dem deutschen Publikum über das Fernsehen zugänglich gemacht. 2005 war er Jurypräsident des World Film Festivals.

Filme:
1968: I Ekpombi
1970: Rekonstruktion (Anaparastassi)
1972: Tage von 36 (Meres tou 36)
1975: Die Wanderschauspieler (O thiasos)
1977: Die Jäger (I kinigi)
1980: Der große Alexander (O Megalexandros)
1981: Ein Dorf, ein Bewohner (Horio ena, katikos enas)
1982: Athen, Rückkehr auf die Akropolis (Athina, Epistrofi stin Akropoli)
1984: Reise nach Kythera (Taxidi sta Kythira)
1986: Der Bienenzüchter (O melissokomos)
1988: Landschaft im Nebel (Topio stin omixli)
1991: Der schwebende Schritt des Storches (To meteoro vima tou pelargou)
1995: Der Blick des Odysseus (To vlemma tou Odyssea)
1998: Eine Ewigkeit und ein Tag (Mia eoniotita ke mia mera)
2004: Die Erde weint (To livadi pou dakrisi)
2008: Dust of Time

 

 


Eintritt: 
2 € /ak



Veranstalter:
kulturzentrum zoom